Bild

Experimentell

Von Zeit zu Zeit versuche ich meinen fotografischen Blick weniger auf die gewohnten Motive zu legen. Heute habe ich eher nach Farben gesucht, die eine gewisse Harmonie miteinander haben. Das schwierige an dieser Art Fotografie ist, dass man vor der Aufnahme sehr abstrakt denken muss um das Ergebnis recht nahe an die Idee heranzukommen zu lassen. Man könnte es auch den Zufall überlassen, nur dann sind die Ergebnisse in den meisten Fällen frustrierend (kann natürlich auch ein Glückstreffer werden.).

Das faszinierende an dieser Technik ist ja, dass dem Bild eine Wirklichkeit zugrunde liegt, anders als in der Malerei, wo das Bild vollständig aus dem Gedächtnis entsteht. Die Kamera fungiert hier als Malwerkzeug und die Natur stellt die Farben zur Verfügung.

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Dieses Foto habe ich dann als Vorlage für das Artikelbild genommen, links etwas abgeschnitten, horizontal nach link gespiegelt und dann wiederum vertikal nach unten gespiegelt (in Photoshop). Das Foto selber wurde nicht bearbeitet.

Was haltet ihr von solchen Bildern?

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15 Kommentare zu „Experimentell

    1. Das mit der fehlenden Handschrift ist richtig, weil ich bei diesen Experimenten erst einmal nach meinen Weg suche. Zur Zeit nutze ich die Möglichkeit meinen Blickwinkel zu erweitern und entdecke dabei neue Möglichkeiten, mit denen ich jedoch noch arbeiten muss, damit brauchbare Ergebnisse herauskommen. Dann wird man meine Handschrift erkennen.

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  1. Experimente erweitern den Horizont. Soweit, so gut. Das Bild ohne Spiegelung gefällt mir, das Verwischte steht für Spontanität, für Zufall, Ausschnitt. Die Spiegelungen verweisen auf das Gegenteil – Statik, Konstruktion und Planung.

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    1. Danke, genau das wollte ich mit dem veröffentlichen erreichen. Irgend etwas hat mich an den Spieglungen gestört und Du hast mir mit wenigen, präzisen Worten erklärt.
      Auch wenn ein Bild geplant ist, sollte es je nach Aussage eben Spontanität oder Konstruktion präsentieren und mein Plan war einfach zufällige Farbkombinationen zu finden.

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      1. Diese Art Einsatz von Kamera und Bearbeitungssoftware finde ich sehr spannend, fange selbst gerade erst an damit. Lange habe ich mit GIMP „rumgemacht“ – fand ich auch brauchbar (und kostenlos), aber oft seeeeehr umständlich. Seit einigen Wochen beuge ich mich der Erkenntnis, dass Geldausgeben für Lightroom/PhotoshopCC das Leben wesentlich erleichtert und bin mit der Entscheidung bisher zufrieden, muss aber noch massenhaft lernen.
        Zu deinen Bildbeispielen:
        Ich glaube nicht, dass Bildbearbeitung zwangsläufig Statik und Konstruiertheit des Bildeindrucks zur Folge hat, sondern dass hier deine Entscheidung, die Symmetrie der Spiegelungen ungebrochen zu erhalten, zu diesem Eindruck führt. Mit fotografischem Ausgangsmaterial verfremdend oder abstrakt weiter zu arbeiten, sei es grafisch-linear oder farblich, halte ich für ein ergiebiges Feld, solange man sich nicht mit rein formalen Spielereien zufriedengibt – dann würde es wohl bald langweilig.

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        1. Ich hatte auch lange überlegt, welche Bildbearbeitungssoftware ich benutzen sollte und bin dann nach einigen Fehlversuchen bei Lightroom / Photoshop geblieben.
          Es sind Werkzeuge für die Bildbearbeitung, die mir helfen sollen, gewünschten Ergebnissen möglichst nahe zu kommen. Mit den abstrakten „Spielereien“ ist es etwas schwieriger. Um in diesen Bereich klar zu kommen über ich erstmal mit einfachen „Aufgaben“, probiere Möglichkeiten oder schaue einfach was passiert wenn ich verschiedene Effekte / Filter nutze.
          Dieses Bild war schon fast ein „Zufallstreffer“, Foto leicht beschnitten, horizontal und vertikal gespiegelt – fertig. Beim Ausgangsfoto hingegen wusste ich bereits vor der Aufnahme, was rauskommen wird.
          Es wird noch ein weiter Weg werden, aber egal ob da was vernünftiges rauskommt oder nicht, die Erkenntnisse in der Bildbearbeitung werden mir helfen , meine „normalen“ Fotos besser bearbeiten zu können.
          LG
          Gerhard

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    1. Das Bild selber entstand bei der Aufnahme eine orangefarbenen Zelte auf einer Wiese, bei der die Kamera in Bewegung war. Dann habe ich das Bild in Photoshop zuerst horizontal gespiegelt und dann das gesamte nochmals vertikal nach unten – fertig.

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    1. Nein, so meinte ich das nicht.
      Während der Aufnahme habe ich die Kamera schräg nach oben bewegt (man könnte auch die Brennweite während der Aufnahme ändern, aber das gäbe einen anderen Effekt) und dieses Bild dann im Grunde durch das spiegeln vervierfacht.

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