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Experimentell

Von Zeit zu Zeit versuche ich meinen fotografischen Blick weniger auf die gewohnten Motive zu legen. Heute habe ich eher nach Farben gesucht, die eine gewisse Harmonie miteinander haben. Das schwierige an dieser Art Fotografie ist, dass man vor der Aufnahme sehr abstrakt denken muss um das Ergebnis recht nahe an die Idee heranzukommen zu lassen. Man könnte es auch den Zufall überlassen, nur dann sind die Ergebnisse in den meisten Fällen frustrierend (kann natürlich auch ein Glückstreffer werden.).

Das faszinierende an dieser Technik ist ja, dass dem Bild eine Wirklichkeit zugrunde liegt, anders als in der Malerei, wo das Bild vollständig aus dem Gedächtnis entsteht. Die Kamera fungiert hier als Malwerkzeug und die Natur stellt die Farben zur Verfügung.

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Dieses Foto habe ich dann als Vorlage für das Artikelbild genommen, links etwas abgeschnitten, horizontal nach link gespiegelt und dann wiederum vertikal nach unten gespiegelt (in Photoshop). Das Foto selber wurde nicht bearbeitet.

Was haltet ihr von solchen Bildern?

Nicht jedes Foto ist verloren

Bei der Masse an Fotos, die heutzutage mit den Kameras produziert werden, wird es scheinbar nicht mehr so wichtig, sich um jedes einzelne Foto zu kümmern.

Mein normaler Workflow beginnt immer mit einer kurzen Durchsicht der Neuzugänge: Schärfe?, Belichtung?, Motiv?, brauchbar?. Was da meinem kritischen Blick missfällt, wird gnadenlos gelöscht. Im zweiten Schritt werden dann die Foto bearbeitet, die mir am Besten gefallen, der Rest wartet auf eine „Wiederentdeckung“.

Gelegentlich schafft es aus irgendeinem Grund, ein Foto durch dieses Raster durchzurutschen und das macht mich neugierig. Meine Fotos werden immer im RAW Format aufgenommen, das ermöglicht einen erweiterten Spielraum bei der Bearbeitung.

Dieses Foto wurde nur im RAW Konverter bearbeitet und ich finde es immer wieder beeindruckend, was da noch alles möglich ist und es muss nicht immer Photoshop/Lightroom sein.

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unbearbeitet
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nach Bearbeitung in Camera RAW

 

Was macht Ihr eigentlich mit Euren weniger guten Fotos?

 

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Kinder spielen gern mit Feuer

So manches geschriebene Wort hat schon einen Brand ausgelöst. So weit wollte ich es nicht kommen lassen. Meine Bildidee war eigentlich recht simpel. Es sollte ein Funken von einem Bleistift zum anderen überspringen; im Idealfall ein Lichtbogen entstehen.

Leider haben die Bleistifte einen viel zu hohen Widerstand (etwa 25 Ω), so dass es zu keinem größeren Stromfluss kommen kann, wenn man mit der Spannung nicht in gefährliche Bereiche kommen möchte. Gleichspannung kann  bereits ab 60 Volt „unangenehm“ werden. Die beiden Bleistifte habe ich auf etwa 7 cm gekürzt (Gesamtwiderstand = 20 Ω), und an 48 Volt  angeschlossen. Sieht doch auch schon ganz nett aus.

Arduino – eine Zwischenbilanz

Vorgeschichte

Vor etwa 2 Jahren wollte ich ein Foto machen, wie ein Pfeil durch ein weißes Ei fliegt. Der Pfeil sollte durch eine Pistolenarmbrust abgeschossen werden, da diese fest montiert werden kann und die Flugbahn kalkulierbar ist. Die Geschwindigkeit eines solchen Pfeiles liegt bei etwa 200 Km/h. Wegen dieser enormen Geschwindigkeit und der sehr kurzen Distanz von etwa 1,2 Metern kam ich ohne technischer Hilfsmittel nicht weiter. Der Kauf einer Lichtschranke mit entsprechenden Einstellmöglichkeiten kam wegen des Preises nicht in Frage, also ließ ich dieses Projekt ruhen.

Nun kommt der Arduino ins Spiel

Vor 2 Wochen kam nun der Arduino zu mir nach Hause, die erste Lichtschranke wurde gebaut – alles ok. Nun gehöre ich aber nicht zu der Personengruppe, die einfach etwas nachbaut, ich will schon wissen, wie das genau funktioniert. Um die Programmierung zu verstehen hieß das für mich, erst einmal C/C++ lernen. Den Einstieg habe ich gemacht und bin jetzt auch ein gutes Stück über „Hello World“ hinaus. Mein Vorwissen war auf dem Stand von 1991, da hatte ich mal einen PASCAL Kurs gemacht und danach nie wieder eine Zeile geschrieben, weil ich keine Anwendung dafür hatte. Was elektronische Bastelleien betrifft, ist das noch schlimmer. In meiner Ausbildung (1972 – 1975) wurde Digitaltechnik angesprochen und ich habe noch einen Artikel aus der Elektronikzeitschrift Elrad von 1979 mit Grundschaltungen, die ich irgendwann mal nachbauen wollte. Nun ja, die Vergangenheit hat mich eingeholt.

Der Programm Ablauf

Eigentlich ganz einfach:

  1. Eine Taste wird gedrückt
  2. Der Kameraverschluss öffnet sich
  3. Der Blitzkontakt gibt das Signal, dass der Verschluss offen ist
  4. Ein Solenoid wird aktiviert (löst die Armbrust aus)
  5. Lichtschranke erkennt den Pfeil und löst mit einer Zeitverzögerung den Blitz aus
  6. Alles wird wieder deaktiviert

Theorie und Praxis

Der Aufbau ist recht simpel, nur die Komponenten spielen nicht so, wie sie sollen. Der Elektromagnet ist für die Auslösung zu schwach und die Lichtschranke bekommt nichts mit.

Die Lichtschranke arbeitet mit einem Fotowiderstand, der ist einfach zu träge. Ich besorge mir eine Fotodiode und gehe davon aus, dass die etwas flotter ist. Alternativ dazu hatte ich schon einen Schallsensor eingesetzt, nur der ist defekt – brauch einen neuen. Eine weitere Lösung wäre ein Schalter direkt an der Armbrustsehne, der den Abschuss signalisiert.

Für die Auslösung werde ich einen „vorgespannten“ Abzug basteln, der vom Solenoid leicht ausgelöst werden kann.

So schön, wie das Leben in einer abgelegenen Gegend ist, so ist das in diesem Fall recht hinderlich. Jede Kleinigkeit muss bestellt, oder kann erst bei der nächsten Fahrt in eine größere Stadt besorgt werden.

Aber: Man wächst mit seinen Aufgaben

Es geht weiter!

Für Interessierte habe ich das Programm hier als ino oder als .pdf Datei zu Download bereitgestellt.

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Der DOF Calculator

Was ist der DOF- Calculator?

Depth of Field Calculator (Schärfentiefe Rechner) ist die Lösung.

Wem ist es noch nicht passiert, dass wesentliche Bereiche auf dem Foto unscharf oder der Schärfebereich einfach zu klein war? Dass das mit den Einstellungen an der Kamera zu tun hat, ist wahrscheinlich jedem klar. Aber wie müssen die Einstellungen aussehen und ist ein Schärfebereich über die gewünschte Distanz überhaupt möglich?

DOFMasterMit dem DOFMaster lassen sich alle Fragen rund um den Schärfebereich lösen. Versionen für Windows, Android und iPhone lassen sich hier herunterladen. Hier erfährt man, dass bei 200mm / f:2.8 und 4m Distanz im Vollformat die Schärfentiefe nur noch 6cm beträgt oder bei 35mm /f. 1.4 und 2m Distanz magere 27cm. Das kann für das Freistellen gut, für scharfe Gruppenaufnahmen in mehreren Reihen katastrophal sein.

Für Freunde der großen Schärfentiefe ist hier noch die Angabe der hyperfokalen Distanz interessant. Landschaftsaufnahmen sind einfach besser, wenn sie durchgehend scharf sind (schon mal an ein Tilt / Shift Objektiv gedacht?).

Fazit

Den DOFMaster habe ich auf meinem Handy immer dabei. Im Laufe der Zeit habe ich schon ein Gefühl für den Schärfebereich bekommen, schau jedoch zur Überprüfung immer wieder hinein. Allein durch das Wissen über den Schärfebereich werden die Fotos einfach besser. Da ich lieber vor dem Fotografieren die möglichst besten Einstellungen wähle, als es später „aufzuphotoshoppen“, ist der DOFMaster für mich ein absolutes „Must Have“ und allen anderen Fotografen wärmstens zu empfehlen.

Der Arduino ist da

 

Immer wieder wollte ich mich mit Kurzzeitfotografie beschäftigen. Nur wie, das war immer die Frage. Die angebotenen Lichtschranken und was es sonst noch so gibt, entsprachen nicht dem, was ich mir vorstellte weder in der Funktion und schon recht nicht beim Preis. Selber bauen kam nicht in Frage, weil ich weiß, wie das hinterher ausschaut. Vor einiger Zeit bin ich dann durch ein Lernvideo auf den Arduino gestoßen und war sofort begeistert. Nur hier auf dem Lande, so fernab der Zivilisation, gibt es weit und breit kein Elektronikgeschäft – also bestellen.

Das Arduino Board

besteht kurz gesagt aus einem 32 Bit Microprozessor von AT Mega mit analogen und digitale Anschlüssen, der über eine USB Schnittstelle programmiert wird. Die Schaltmöglichkeiten sind nur durch die eigene Phantasie begrenzt.
mehr Infos von Wikipedia

Der Start

GHR_151229_2156_07-xHeute ist der Arduino angekommen, mit Steckbrett, Kabel und einigen Sensoren. Mit der Programmierung werde ich wohl noch ein paar Tage üben müssen, aber der erste Erfolg war schon mal da, in Form einer einfachen Laserlichtschranke, durch die ich ein paar Streichhölzer fallen ließ.

 

Jetzt folgt erst mal Lerning by Doing und dann werde ich euch über meine netten Spielereien berichten.

JPG oder doch RAW?

Eine Frage, die sich sicherlich jeder einmal stellte und sich nicht so recht beantworten konnte. Ich habe hier für Euch eine kurze Zusammenfassung der Vor- und Nachteile zur leichteren Entscheidung gelistet.

RAW

JPG

Speichert alle Informationen des Sensors und eine eingebettete JPG-Datei. Speicher eine komprimierte Bilddatei
Speicher je nach Modell 12-14 Bit (4.096 – 16.484 Helligkeitsstufen pro Kanal), dadurch ist eine bessere Nachbearbeitung möglich. Deutlich sichtbar in den hellen und dunklen Bereichen Speichert mit 8 Bit (256 Helligkeitsstufen pro Kanal), Nachbearbeitung eingeschränkt
Weißabgleich nachträglich ohne Verlust einstellbar Weißabgleich nachträglich nur mit Verlusten änderbar
Rauschminderung ist effektiver als beim JPG, da in der Nachbearbeitung individuell, oder mit spezieller Software anpassbar. Rauschminderung ist von der Kamera vorgegeben und nicht individuell anpassbar
Dateien größer Kleinere Dateien
Weniger Aufnahmen im Serienmodus. Die Anzahl hängt von der Kamera ab, der Sensorgröße und der Geschwindigkeit der Speicherkarte ab Viele Aufnahmen im Serienmodus. Ist wesentlich schneller beim Speichern der Dateien, da kleiner. Es gibt Kameras, die nur durch die Kapazität der Speicherkarte begrenzt sind.
RAW MUSS nachbearbeitet werden. JGP braucht oft keine Nachbearbeitung
Braucht spezielle Programme zur Bearbeitung. Wenn diese Programme auf neueren Betriebssystemen nicht laufen, ist die Lesbarkeit ungewiss Kann mit jedem Grafikprogramm bearbeitet werden. Die Bearbeitung ist Plattformunabhängig und die Dateien werden somit auch langfristig lesbar
Bildentwicklung nach eigenen Vorgaben Bildentwicklung nach den Vorgaben der Kamerahersteller
Änderungen werden nie in der RAW-Datei, sondern in einer zusätzlichen XMP-Datei gespeichert Änderungen werden direkt in der JPG Datei gespeichert, und können nicht rückgängig gemacht werden.
Objektiv-Korrekturen werden im RAW Konverter eingestellt und können dort auch selbst konfiguriert werden Objektiv-Korrekturen sind oft nicht für alle Objektive vorhanden (meist nicht für Fremdobjektive)
RAW ist das „Negativ“ der Digitalfotografie

Das angezeigte Bild auf dem Display der Kamera ist immer ein JPG Bild. Das RAW sieht bei der Entwicklung etwas anders aus.

JPG und RAW

Es gibt auch die Möglichkeit beide Modi gleichzeitig zu nutzen. Wer z.B. RAW nur ausprobieren möchte, kann seine „vertrauten“ JPG-Fotos zur Sicherheit zusätzlich speichern. Auf Reisen kommt es gelegentlich vor, dass ich keine Möglichkeit habe, die Fotos zu bearbeiten und dann nutze ich diese Möglichkeit, um Bilder per Mail nach Hause zu senden.

Fazit

Wer keine Zeit oder Lust hat, Fotos zu bearbeiten, der ist bei JPG bestens aufgehoben. Sportfotografen, die lange Bildfolgen benötigen sind wahrscheinlich mit den JPGs besser beraten. Wer aber die Bilder bearbeiten möchte, um sie nach seiner Erinnerung oder Wünschen zu gestalten, oder das letzte herauszuholen, der kommt um RAW nicht herum. Je nach Anwendung wird man vielleicht zwischen den Modi wechseln.

Frage an die Leserschaft: fotografiert Ihr RAW oder JPG?

Update 29. Dezember 2015

Welche Möglichkeiten im RAW stecken möchte ich Euch an diesem Beispiel zeigen.

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nicht Bearbeitet
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in Lightroom bearbeitet